SEEKRANK

Wenn der Kapitän auf der Brücke Schwarzbrot kaut, damit er was zum kotzen hat, darf einem beim Blick durch das Bullauge gern schlecht werden.

Seekrank

Die Mannschaft hat Verständnis. Ein, zwei Tage, das sei normal. Dann sei es überstanden. Danny, der Auszubildende, der wirklich ganz gut kocht, gibt zwei Ratschläge: „Geh an Deck an die frische Luft oder leg dich hin.“ Auch Kapitän Körs weiß: „Im Liegen kann einem nicht schlecht werden.“ Und er hat Recht. Wer in der Koje rumkullert ist genervt. Aber wirklich übel wird einem im Liegen nicht. Danny rät zur Rückenlage, aber das ist bei jedem unterschiedlich. Ich entscheide mich für eine embryonale Haltung. Die gibt Stabilität wenn die Dünung von der Seite kommt, und mich hin und her schubsen will.

Eine Qual ist es in der Tat. Am nächsten Morgen geht es erst richtig los. Ich wundere mich, wie viel aus seinem Hals herauskommt. Ich habe doch gar nichts gegessen. Auf der Bianca gibt es dreimal täglich eine warme Mahlzeit. Zum ersten Frühstück gibt es Schnitzel. Na Danke!